CLUB DER ROTEN BÄNDER - WIE ALLES BEGANN | Club der roten Bänder ? Wie alles begann
Filmische Qualität:   
Regie: Felix Binder
Darsteller: Tim Oliver Schultz, Damian Hardung, Luise Befort, Ivo Kortlang, Timur Bartels, Nick Julius Schuck, Jürgen Vogel
Land, Jahr: Deutschland 2018
Laufzeit: 113 Minuten
Genre:
Publikum: ab 12 Jahren
Einschränkungen: D
im Kino: 2/2019


José Garcia
Foto: universum

Im Jahre 2010 verfilmte Michael Schaerer mit Stationspiraten den spanischen Film "Planta 4ª" (Antonio Mercero, 2003) neu, der wiederum auf einem teilweise autobiografischen Theaterstück von Albert Espinosa basiert. Im Mittelpunkt standen fünf krebskranke Jugendliche, die im Krankenhaus auf unterschiedliche Weise mit dem Schicksalsschlag umzugehen versuchen. Von 2015 bis 2017 produzierte der Privatsender "Vox" die Serie "Club der roten Bänder", die mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde, und sich großer Beliebtheit erfreute. Die an Krebs erkrankten Jugendlichen Leo (Tim Oliver Schultz), Emma (Luise Befort), Jonas (Damian Hardung), Alex (Timur Bartels), Toni (Ivo Kortlang) und Hugo (Nick Julius Schuck) bildeten über drei Staffel eine "Krankenhaus-Gang".

Der Kinospielfilm "Club der roten Bänder - Wie alles begann" erzählt nun teilweise parallel, wie die Jugendlichen ins Kölner "Albertus-Krankenhaus" kamen - Hugo lag schon eine Weile dort im Koma. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Leo. Dies aber nicht nur deshalb, weil er der späteren "Anführer" sein sollte und offenkundig auch der "Alter Ego" von Albert Espinosa ist, sondern auch deswegen, weil die Beziehung zu seinem Mitbewohner Benni (Jürgen Vogel) eine zentrale Rolle spielt, damit Leo in der Situation Kraft und Hoffnung schöpft.

Auch wenn die Kenntnis der Vox-Serie von Nutzen ist, kann "Club der roten Bänder - Wie alles begann" auch als eigenständiger Film angesehen werden. Ein Pluspunkt des Filmes ist der erfahrene Schauspieler Jürgen Vogel, auf dessen Konto einige der lustigsten, aber auch emotionalsten Szenen gehen. Der Film bietet eine ungewöhnliche Sicht auf das Krankenhausleben, auf den Kampf gegen die tückische Krankheit... und auf Jugendliche, die einfach leben wollen. Allerdings lässt er auch jeden religiösen Bezug vermissen, was in einer solchen Situation etwas eigenartig anmutet.


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